Dr. Thomas Tartsch
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Deutsches al Qaida Dorf in Waziristan
28.09.2009 14:08:36

Nach neuesten Informationen existiert im von den pakistanischen Taliban kontrolliertem Stammesgebiet Waziristan in der Nähe zu Afghanistan ein "Jihad Dorf" mit deutschen Muslimen und Konvertiten (samt Familien), die seit Anfang des Jahres vom  "Islamic Movement of Uzbekistan" (IMU) in Deutschland (wo die IMU durch mehrere jihadistische Zellen vertreten ist) für Anschläge in Afghanistan rekurtiert wurden. Geworben wurden sie unter anderem von Mounir Chouka (Kampfname: Abu Adam), einem 24jährigen Muslim aus Bonn-Kessenich, der zusammen mit seinem Bruder und Bekkay Harrach durch mehrere Internetvideos vor der Bundestagswahl einen gewissen Bekanntheitsgrad erlang hat. Chuoka war zuletzt in einem Rekrutierungsvideo zu sehen, wo auch das Jihad Dorf gezeigt wurde. Nach Absolvierung seines Grundwehrdienstes arbeitete er drei Jahre beim Bundesamt für Statistik und wollte 2007 angeblich eine Stelle in Saudi-Arabien antreten, wobei er vermutlich stattdessen ein Trainingscamp der al Qaida im Yemen absolvierte. Die Anziehungskraft des Jihad für deutsche Muslime und Konvertiten verdeutlichen derzeit auch die Verhandlungen der Bundesregierung mit Pakistan über die Freilassung von sechs inhaftierten Deutschen (unter ihnen auch ein "Adrain M." mit seiner Familie, die seit März Deutschland verlassen hatten und beim Grenzübergang vom Iran nach Pakistan verhaftet wurden), die zumeist mit ihren Familien auf dem Weg in das Jihad Dorf waren. Nach den Worten eines hohen pakistanischen Sicherheitsbeamten mit Kontakten zu al Qaida befinden sich derzeit eine Reihe von deutschen Mudschahiddin in Pakistan, wozu auch immer mehr schwedische Konvertiten hinzukommen, die den Jihad ausüben wollen. Nach seinen Worten kommen sie nicht nach Pakistan, weil der Vater Muslim ist, sondern weil sie es so wollen und "alles für den Islam" tun würden. Damit hat sich die seit MItte 2007 zu beobachtende Rolle von deutschen Konvertiten für das hybride Terrornetzwerk al Qaida bestätigt. Sie stellen neben Re- oder Newborn Muslimen derzeit das höchste Gefahrenpotential des gewaltsamen Jihadismus dar, die durch ihre ethnische Herrkunft bei Anschlägen auf das ISAF Kontingent  der Bundeswehr besonders gefragt sind, da sie unauffällig in die Nähe deutscher Soldaten gelangen können. Zumal Mudschahiddin wie Mounir Chouk ihr beim Grundwehrdienst erlangtes militärisches und taktisches Wissen an neue Jihadkämpfer weitergeben, die Anschläge auf Grundlage dieser Informationen planen können.

Kommentar: Afghanistan
05.09.2009 09:17:44

Wenn führende Politiker heute noch von einem "robusten Stabilisierungseinsatz" der Bundeswehr in Afghanistan sprechen, spiegelt das nicht nur pure Realitätsverweigerung wieder, sondern auch rationale Desinformation des Wahlvolkes vor der Bundestagwswahl. Die eingesetzten ISAF Kontingente der Bundeswehr befinden sich seit Beginn des Einsatzes im Krieg. Und die politische und militärische Führung hat es aus Unkenntnis über den Gegner und die Rücksichtnahme auf die Stimmung in Deutschland versäumt, eine entsprechende Einsatzstrategie zu entwicklen, da die Bundeswehr mit an der Realität vorbeigehenden Einsatzbefugnissen und vollkommen unzureichender Man- und Firepower in diesen Einsatz geschickt wurde.
Schon seit Jahren sprechen Lageberichte oberster Behörden von der auf Sicherheitsaskpekten zurückzuführenden Abschottung militärischer Kräfte, die zu einer wachsenden Distanzierung der Zivilbevölkerung geführt hat. Damit werden ISAF und die Truppen der Anti-Terror-Koalition (ATK) schon lange nicht mehr als Garant für einen andauernden Frieden, raschen Wiederaufbau und wachsenden Wohlstand angesehen. Sondern vielmehr treiben die mit hohem Bodycount unter der Zivilbevölkerung durchgeführten Bombenangriffe auf jihadistische Gruppen diese vermehrt in die Arme der afghanischen Taliban, obwohl die überwiegende Mehrheit der Afgahnen die jihadistischen Kräfte ablehnt.
Die AF-PAK (Afghanistan-Pakistan) Strategie der Obama Administration erzielt keinen Erfolg, da zwar weniger Luftangriffe geflogen werden, diese aber quantitaiv immer mehr zivile Opfer fordern. Ebenso haben die Niederlage der al Qaida im Irak und die forcierte Bekämpfung der pakistanischen Taliban im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet zu einem ausweichen ausländischer Mudschaheddin nach Afghanistan geführt. Heute existiert in Afghanistan nach den "Araber Afghanen" der ersten al Qaida Generation eine neue "Internationale der Mudschaheddin" in Afghanistan, unter denen sich vermehrt junge Muslime und Konvertiten aus Deutschland befinden, deren Werbung für die Teilnahme am Jihad man jeden Tag ungehindert im Internet ansehen kann. Viele dieser "Europa Afghanen" kehren in ihre Heimatländer zurück, um in Zukunft hier den "urbanen Jihad" auszuüben.
Die Sicherheitslage in Afghanistan verschlechtert sich kontinuierlich und signifikant seit 2008. Das Land gilt heute als Staat mit der höchsten Gefährdung und dem höchsten Anschlagrisiko für alle vor Ort befindlichen militärischen und zivilen westlichen Kräfte. Die Bundeswehrsoldaten selbst stehen immer mehr im Zielspektrum regional ausgerichteter und international agierender jihadistischer Strukturen, da erfolgreiche (Selbstmord-)Attentate als erfolgversprechendes Mittel angesehen werden, die amtierende deutsche Regierung zu schwächen und einen Rückzug der Bundeswehr zu forcieren. Dabei haben die afghanischen Taliban schon den Medienkrieg gewonnen, da der Terror gegen die afghanische Zivilbevölkerung durch diese hier kaum wahrgenommen wird. Die Bundeswehrsoldaten selbst leiden unter dem im besten Fall mit Desinteresse wahrgenommenen Kriegseinsatz, während in Deutschland selbst durch linksextreme Gruppen ungestraft gezielt zu Gewalttaten gegen Gesundheit und Leben von Bundeswerangehörigen aufgerufen wird. So geschehen im Sommer. Wo ist hier das Medienecho und der Aufschrei der Bevölkerung geblieben?
In Zukunft muss man vermehrt mit einem steigenden Bodycount deutschen Soldaten rechnen, wobei ein überstürzter Abzug das Land in ein neues Chaos stürzen würde. Militärisch wird man den Krieg in Afghanistan nicht gewinnen. Aber es kann im Rahmen erfolreicher Counterinsurgency erst einmal nur darum gehen, soviele Jihadisten bei gleichzeiitger Minimierung ziviler Opfer zu neutralisiern, damit die westlichen Militärkräfte als Schutzmacht angesehen werden, wobei eine ständige Präsenz im Raum flankierend erfolgen muss, womit das Prinzip der bisherigen Abschottung aufzugeben ist, um die Trennung von Jihadisten und Zivilbevölkerung zu erreichen. Eine Übertragung der Counterinsurgency im Irak durch "The Awakening" (ständige Präsenz militärischer Kräfte im Stadtbild und Unterstützung lokaler Stammesfürsten im Kampf gegen jihadistische Kräfte) wird man hierbei nicht 1:1 durchführen können.
Aber es wird immer schwieriger, durch die seit Jahren unterlassene Aufklärung über Sinn und Zweck des Einsatzes der Bevölkerung zu erklären, warum vermehrt deutsche Soldaten in einem Land fallen, welches mittels der Sha´ria regiert und nie zu einem Land nach westlichen Demokratievorstellungen werden wird. Regiert von einem Präsidenten ohne Autorität außerhalb von Kabul, dem immer wieder Korruption und Verwicklung in den Drogenhandel vorgworfen wird.
Dabei verdienen die im Einsatz befindlichen Soldaten jeden möglichen Rückhalt und jede Unterstützung durch Politik, militärische Führung und Bevölkerung. Denn sie setzen Leben und Gesundheit für die Freiheit unseres Landes und für die Verbesserung der Lage der afgahnischen Bevölkerung ein.

August 2009 verlustreichster Monat des bisherigen Afghanistaneinsatzes - 2009 schon jetzt verlustreichstes Jahr
01.09.2009 09:10:22

Mit 77 gefallenen Soldaten im August 2009 (August 2008: 46 gefallene Soldaten) müssen die in Afghanistan eingesetzten westlichen Truppen ihren bisher verlustreichsten Monat des bisherigen Agfghanistaneinsatzes verzeichnen. Gleichzeitig ist mit 307 gefallenen Soldaten im Jahr 2009 der Bodycount gefallener Soldaten aus dem bisherigen verlustreichsten Jahr 2008 (294 gefallene Soldaten) übertroffen worden, womit die Entwicklung der letzten Jahre bestätigt wurde (2001: 12 gef. Soldaten, 2002: 69 gef. Soldaten, 2003: 57 gef. Soldaten, 2004: 59 gef. Soldaten, 2005: 131 gef. Soldaten, 2006: 191 gef. Soldaten, 2007: 232 gef. Soldaten). Auch wenn die eingesetzten deutschen ISAF Kontingente im bisherigen Einsatz einen niedrigen Bodycount von 33 gef. Soldaten zu verzeichnen haben, bleibt die konkrete Anschlagsgefahr weiterhin bestehen. Auch wenn das von den afghanischen Jihadisten propagierte Ziel eines großen Anschlages vor den Bundestagswahlen, um den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan durch Druck der öffentlichen Meinung auf die politisch Verantwortlichen zu beschleunigen, aufgrund fehlender Man- und Firepower eher zweitrangig anzusehen ist, wobei man dieses letzten Endes nicht ausschließen kann. Denn auch ein Anschlag mit niedrigem Bodycount auf deutsche Ziele in Afghanistan kann bei der herrschenden Realitätsverweigerung in Teilen der Politik, die den Krieg nicht als Krieg bezeichnen, das bisherige Desinteresse und die wachsende Ablehnung der Bevölkerung durch unterlassene Aufklärung über Sinn und Ziel des Einsatzes in eine Wahlentscheidung für die Gegner des Afghanistaneinsatzes bei der Bundestagswahl umschlagen lassen. Madrid 2004 hat das anschaulich verdeutlicht.

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