Dr. Thomas Tartsch
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Update: Taliban in Afghanistan kämpfen nach neuer Verhaltensfibel
30.07.2009 14:01:17

Nährere Informationen über den Inhalt der neuen Verhaltenfbibel finden sich hier und im ersten angegebenen Artikel im Kasten auf der linken Seite.

Taliban in Afghanistan kämpfen nach neuer Verhaltensfibel - Gegenstrategie zur neuen Counterinsurgency der NATO Truppen
28.07.2009 10:40:42

Nach neuesten Informationen haben einen Monat vor den Präsidentschaftswahlen die in Afghanistan kämpfenden Mudschaheddin eine neue Verhaltensfibel mit dem Namen  "The Islamic Emirate of Afghanistan Rules for Mujahideen" erhalten. Diese 13 Kapitel und 67 Artiel umfassende Kampfanleitung, die unter der Ägide von Mullah Omar erstellt wurde, dient folgenden Zielen:


-Konzentration der verschiedenen Talibangruppen in eine gemeinsame zentrale Organisation zur Erhöhung der Effektivität und Schlagkraft


-Selbstmordanschläge sind nur noch auf  "wichtige" Ziele erlaubt


-Die Entscheidung über die Verfahrensweise mit Kriegsgefangenen obliegt Muallah Omar oder einem seiner Stellvertreter


-Gewinnung von "Hearts ans Minds" der afghanischen Zivilbevölkerung als Gegenstrategie zur angestrebten Counterinsurgency der NATO Truppen, da durch den hohen Bodycount ziviler Kollateralschäden bei Luftangriffen immer größere Teile der Zivilbevölkerung in die Arme der Taliban getrieben wurden. Laut der neuen Verhaltensfibel sind Bombenangriffe der Taliban gegen die Zivilbevölkerung nicht mehr erlaubt.


Damit wird die langfristige Entscheidung über einen Erfolg der Afghanistan Mission nicht im militärisch operativen Bereich fallen, da schon die fehlende Man- und Firepower  der eingesetzten NATO Truppen einen militärischen Erfolg nicht zulassen, sondern eine erfolgreiche umfassende Counterinsurgency Strategie muss neben der Wahrnehmung der Besatzungstruppen als Schutzmacht und Garant von Sicherheit  durch ständige Präsenz im Raum die Trennung von Mudschaheddin und Zivilbevölkerung vorantreiben, damit der Fluß ausgetrocknet wird, wo sich der "Fisch unter Fischen" bewegen kann in Analogie zu Maos berühtem Zitat: "Der Revolutionär muss sich in den Volksmassen bewegen, wie ein Fisch im Wasser."


Falls diese neue Counterinsurgency nicht von Erfolg gekrönt ist, wird der Afghanistaneinsatz in einem Desaster münden. Die Misserfolge von der fast vollständige Vernichtung des britischen Heeres beim Rückzug aus Kabul im Januar 1842 unter Führung von Elphey Bay (William Elphinstone) bis zur Niederlage der russischen Truppen 1989 sollten Mahnung und Lehre sein, da man in Afghanistan militärisch nicht gewinnen kann.

Neues aus Dortmund
18.07.2009 08:57:55

Aufgrund einer erhaltenen Information bin ich auf die Direktkandidatin, im Wahlbezirk 2 Platz 1 auf der Bewerberliste für die Bezirksvertretung Innenstadt-Nord der FDP Dortmund, Frau Maria Souhali aufmerksam gemacht worden.


Es geht nicht um den Sachverhalt, dass Frau Souhali eine Konvertitin ist, sondern um ihre Mitgliedschaft im islamischen Bildungsverein Wali e.V – Verein für Integration und Begegnung, Helenenbergweg 19, 44225 Dortmund, dessen Homepage man unter http://data.islamiat.de einsehen kann.


Bis Anfang 2007 konnte man über die gleiche URL das sunnitisch geprägte Internetportal www.islamiat.de ebenso erreichen, welches die Internetpräsenz des „Verein Muslimischer Studentinnen [PARA]“ an der Universität Dortmund darstellte, der früher auch in dem einschlägig bekannten schiitischen und als Sprachrohr des iranischen obersten religiösen Führers Ayatollah Alī Chāmene'ī geltenden Internetportal „Muslim-Markt“ der türkischstämmigen Özoguz Brüder , in der Rubrik „Veranstaltungen“ , auftauchte.


Zugleich wurde auch der „Muslimische Studenten- und Absolventenverein an der Universität Dortmund [MSV]“ auf der Seite von Muslim-Markt genannt, der in Zusammenarbeit mit WALI e.V. jeden Samstag für Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche nach Altersklassen aufgeteilten Arabisch-, Islam- und Koranunterricht erteilte (alle Angaben Stand Februar 2006 aus meiner Dissertation). Im Februar 2007 waren die Hinweise auf die Aktivitäten der PARA, des MSV und WALI gelöscht worden. Die Rubrik „Homepages“ von „Muslim-Markt“ führte ab diesem Zeitpunkt mit dem Link „Verein muslimischer Studenten“ direkt zu www.islamiat.de .


Für meine Dissertation habe ich als Beispiele der sich in Teilen zu einer Gegengesellschaft entwickelnden digitalisierten Cyber Umma neben „Muslim Markt“ das damalige Diskussionsforum von www.islamiat.de beobachtet und ausgewertet, dessen „Politisches Forum“ nicht nur Beiträge von „Muslim Markt“ gepostet hatte. Neben verschwörungstheoretischem Denken wurde teilweise salafitisches Gedankengut verbreitet, und Diskussionsteilnehmer sprachen sich für die Errichtung eines globalen Kalifates aus, was aber teilweise von den, der Internetgemeinschaft angehörenden, Mitgliedern kritisiert wurde. Beiträge, welche Werbung für den Jihadismus enthielten, wurden gelöscht, was die Heterogenität der Meinungen in der islamischen Community verdeutlicht, die keinen monolithischen Block darstellen.


Das Internetportal wurde im Februar 2007 aus „organisatorischen Gründen“ geschlossen. Seitdem wird man über www.islamiat.de zu http://data.islamiat.de weitergeleitet, womit man auf die Startseite von „WALI Verein für Integration und Begegnung“ gelangt. (Alle Angaben aus meiner Dissertation „Da’wa und Jihad“ [Kurztitel], 2008, Bochum et. al., S.399 - 424)


Heute besteht an der Universität Dortmund die „Islamische Hochschulvereinigung (IHV)“. als Zusammenschluss zweier vorhergehender Vereine mit rund 35 untergeordneten Mitgliedern, der man allerdings den Eintrag als Verein verwehrt , da die IHV Dortmund an der Universität keinen Gebetsraum erhält. Die IHV Dortmund gehört zum „Rat Muslimischer Studierender Akademiker (RAMSA)“, wo sie mit ihrer Internetpräsenz vertreten ist.


Zu den Mitgliedern von RAMSA gehört unter anderem die „Internationale Muslimische Studenten Union e.V. (IMSU) Aachen“, Professor-Pirlet-Str. 20, 52074 Aachen. Unter der gleichen Adresse findet sich auch das Islamische Zentrum Aachen [IZA] – Bilal Moschee“, welches von den Sicherheitsbehörden dem syrischen Zweig der ägyptischen Muslimbrüder zugerechnet wird, die sich seit einer Abspaltung 1981 „Islamische Avantgarden“ nennen.


Die 1928 in Ägypten von dem Volkschullehrer asan al-Bannā (1906 -1949) gegründete sunnitische „dschamiyat al-ikhwan al-muslimin fi misr (Muslimbruderschaft in Ägypten)“ ist bis heute die einflussreichste pan-islamisch ausgerichtete Reformbewegung, die durch Infiltration sozialer Netzwerke und Kontrollen von Moscheen durch die hierarchisch strukturierte Mutterorganisation und deren Ablegern in rund 70 Ländern der Erde eine „Islamisierung von unten“ der jeweiligen Gesellschaft, durch Da’wa, karitative Angebote und das Eingehen von taktischen politischen Bündnissen auf Zeit, vorantreibt, wobei das propagierte Endziel nach der als Zwischenziel angesehenen Installierung von "islamistischen Submilieus" zur Islamisierung der jeweiligen Gesellschaften eine globale Theokratie darstellt.


Durch ihren 1966 hingerichteten und bis heute wirksamen Theoretiker Sayyid Qutb (1906 - 1966)  wurde unter anderem auch der global agierende Jihadismus eines Usāma ibn Muhammad ibn Awad ibn Lādin und al-Qā´ida inspiriert.


So durch sein erstmals 1964 publiziertes Buch „Ma'alim fi'l t-tareeq (Zeichen auf dem Weg)“, indem primär der Jihad gegen die als jahilíyya (Zeit der vorislamischen Barbarei) charakterisierte islamische Regierungen, im Geiste des Propheten und seiner Gefährten - als erste Korangeneration -, propagiert wird, um eine reine islamische Gesellschaft unter Führung eines revolutionären islamischen Kaders zu errichten, der sich am Vorbild der  as-Salaf a-āli (frommen Altvorderen) der frühen islamischen Historie im 7. Jahhundert orientiert, die mit der bestehenden ungläubigen Gesellschaft gebrochen hatten.


Eine bis heute wirkende Theorie in "islamistischen" Kreisen, die trotz der Legitimierung durch eine historisch in dieser Form nicht belegbare Konstruktion Gemeinsamkeiten zu westlichen sozialrevolutionären Bewegungen und Ideologen als islamische Spielart aufweist


In Deutschland wurde die Etablierung von Strukturen des ägyptischen Zweiges der Muslimbruderschaft ab 1958 von dem 1995 in Genf verstorbenen Saïd Ramadan, dem Schwiegersohn von asan al-Bannā (1926 - 1995), vorangetrieben. Dessen Söhne Hani und Tariq sind einschlägig bekannt. Hani Ramadan leitet das von seinem Vater in Genf gegründete „Centre islamique de Genève“, welches im Verdacht steht, die europäische Zentrale der Muslimbruderschaft zu sein.


Der umstrittene Tariq Ramadan hingegen propagiert den Neologismus des dār aš-šahādah (Haus des Glaubensbekenntnisses) als eigenständige Ausprägung einer muslimischen (Gegen-)Identität in Europa, wie zuletzt beim „Uniday 2009“ der Studentenabteilung, der von den Sicherheitsbehörden beobachteten Millî Görüş, in Dortmund. Eine in türkischer Sprache und im Veranstaltungssaal nach Geschlechtern getrennt durchgeführten Veranstaltung .


Ein weiteres Mitglied von RAMSA ist der „Islamische Studentenbund Essen der Universität Duisburg-Essen (ISB)“, der auf anderen islamischen Webseiten  mit seiner rigiden Haltung zum angeblichen Tragegebot des Kopftuches zitiert wird. Der ISB Essen unterhält an der Universität einen Gebetsraum mit nach Geschlechtern getrennten Eingängen .


WALI e.V. unterhielt unter www.islamiat.de auf der Startseite eine eigene Rubrik, die in drei Bereiche aufgeteilt war: „islamiat“, „shop“ und „seite“, wobei letztere eine Themenübersicht von WALI e.V. aus dem Jahr 2005 enthielt, die im April 2006 gelöscht wurde. Im Spätsommer 2006 wurden dafür bei WALI e.V. gehaltene Vorträge zum Download angeboten, welche sich mit religiösen Themen beschäftigten. Der damals auf der Homepage von WALI e.V. als Kontaktperson und aktuell als Vorstandsvorsitzender genannte „deutsche Islamprediger“ Abdelhay Fadil tritt auch auf anderen islamischen Homepages in Erscheinung.


So auf www.way-to-allah.com , wo unter einer eigenen Rubrik seine Predigten abrufbar sind. Auf der Seite „Unterricht und Predigten“ können neben Predigten von Abdelhay Fadil auch Predigten des einschlägig bekannten salafitischen Predigers und Konvertiten „Abu Hamza“ (Pierre Vogel) aufgerufen werden, der auch bei konservativen Muslimen umstritten ist, da seine Predigten eine Radikalisierung in Richtung des Jihadismus fördern können  .


Auch wenn sich „Way to Allah e.V.“ von den Inhalten der jeweiligen Prediger am Ende der Seite distanziert ist zu hinterfragen, warum dann überhaupt Predigten von Pierre Vogel ins Netz gestellt werden?


Der Salafismus stellt derzeit mit seinem Netzwerk und seinen Verbindungen zum hybriden transnationalen Terrornetzwerk al-Qā´ida eine der größten Gefährdungen für die innere Sicherheit Deutschlands dar, vor der neben meiner Person auch andere Wissenschaftler wie Frau Prof. Dr. Ursula Spuler-Stegemann und Dr. Guido Steinberg warnen .


„Way to Allah e.V.“ hat seinen Sitz in Köln Ehrenfeld und betreibt unter anderem einen Online Buchverleih, wobei die Anzahl jener Bücher auffallend ist, die von Konvertiten und der Schriftenreihe des „Islamischen Zentrum München“ (IZM)“  stammen, welches dem ägyptischen Zweig der Muslimbruderschaft zugerechnet wird .


Unter der identen Münchner Postadresse (Wallnerstr. 1-5, 80939 München) wie das IZM firmiert die „Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V.“ [IGD]. Alle drei Organisationen, IZA, IZM und IGD, sind Mitglieder im „Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. (ZMD)“.


Autoren wie die Konvertiten Ahamd von Denffer, gegen ihn und andere hochrangige muslimische Funktionäre (wie Oğuz Üçüncü [Generalsekretär von Millî Görüş] und Ibrahim Faroul al-Zayat von der IGD) wird derzeit ermittelt  und Murad Wilfried Hofmann, der unter anderem bereits im Verfassungsschutzbericht des Landes Baden-Württemberg erwähnt wurde (Verfassungsschutzbericht des Landes BW 2005, S.43 mit Verweis in FN.73 auf den VSB BW 2004, S.36f.), vertreten eine (nach westlichem Verständnis) zumindest als fundamentalistisch zu charakterisierenden Auslegung von Koran und Sunna, wobei von Denffer auch die Umwandlung und Islamisierung der Gesellschaft vorantreiben will. Auch sieht er eine teilweise Unvereinbarkeit des deutschen Rechts mit dem Wunsch von Muslimen, nach Maßgabe der šarī´a in Deutschland zu leben.


Die Bücher von „Way to Allah“ stammen überwiegend von der saudi-arabischen „King Fahd National Library“, die schon einmal einen „Karton voller Bücher“ zur Verfügung stellte, die bundesweit an Infoständen von „Way of Allah e.V.“ verteilt wurden . Die puristische sunnitisch-hanbalitische Auslegung von Koran und Sunna der saudischen al-muwahhidun (besser bekannt als al-Wahhābīya) wird mit Unterstützung des Königshauses der Su´ūd global verbreitet. So durch die 1962 in Mekka gegründete und bis heute saudisch dominierte Râbitat al-Aâlam al-islâmî (Islamische Weltliga). Siehe hierzu die ausführliche Darstellung bei Grundmann, Johannes (2005): "Islamische Internationalisten. Strukturen und Aktivitäten der Muslimbruderschaft und der Islamischen Weltliga", Wiesbaden, S.75ff.


Diese im 18. Jahrhundert auf der arabischen Halbinsel entstandene und von einer wertenden Unterscheidung in Gläubige und Nichtgläubige (womit auch Muslime gemeint sind) geprägte Auslegung von Koran und Sunna gilt unter anderem auch als ideologischer Ausgangspunkt der militanten „Salafiyya-Djihadiyya“. Mit den globalen Da’wa Aktivitäten sollen sowohl Andersgläubige, als auch Muslime, zum rigorosen Islamverständnis der al-muwahiddun „bekehrt“ werden, wobei etwa in der Türkei, aufgrund der historischen Ereignisse, die zur Gründung des Einheitsstaates Saudi-Arabien am 23.09.1932 führten, ein starker Antagonismus gegen die al-muwahiddun existiert. Da aus den finanziellen saudischen Quellen teilweise auch der Jihadismus finanziert wurde, der sich nach dem 11.09.2001 verstärkt gegen den „nahen Feind“ der Su´ūd Dynastie gewandt hat, wurden seit einer Anschlagswelle in Saudi-Arabien 2003 alle radikalen ‘Ulamā’ bis auf Abd al-Aziz ibn Nasir ibn Sa’d al-Julayyil  inhaftiert. Aktuell ist nicht bekannt, ob Abd al-Aziz ibn Nasir ibn Sa’d al-Julayyil inhaftiert wurde.


Mit unterschiedlichen Mitteln also versucht Way to Allah ihr rigides Islamverständnis gegenüber der Umwelt durchzusetzen, wobei in der Regel körperliche Gewalt  zur Zieldurchsetzung abgelehnt wird .


Im Abschluss nun alle Fakten zusammenfassend, steht nicht ein wie immer gearteter Generalverdacht gegen WALI e.V., als eine islamische Bildungseinrichtung, zur Diskussion, da auch eine auf dem Bildungswunsch und Förderung der Integration beruhende islamische Bildungseinrichtung (bei gutem Willen) zur Integration beitragen kann, sondern es stellen sich vielmehr folgende Fragen, die einer dringenden Antwort bedürfen:





  • Welche Auslegung von Koran und Sunnah wird bei WALI e.V. vermittelt?



  • Welche Beziehungen bestehen zwischen Herrn Fadil und „Way to Allah“?



  • In welcher Funktion wirkt Frau Souali bei WALI e.V.?



  • Welche Integrationserfolge kann WALI e.V. nachweisen?



  • In welcher Höhe wird WALI e.V. bereits von der Stadt Dortmund unterstützt, und wird es nach der Kommunalwahl eine Erhöhung der finanziellen Mittel geben?































 
















 
















 
















 
















 

Zahl der britischen Verluste in Afghanistan übersteigt Zahl der Verluste im Irak
11.07.2009 10:04:45

Nachdem am gestrigen Tag fünf britische Soldaten durch zwei Explosionen nahe der Statd Sangin in der Provinz Helmand getötet wurden, hat Grobritannien im Afghanistaneinsatz mehr gefallene Soldaten zu verzeichnen als im bisherigen Einsatz im Irak. Schon jetzt ist der Juli 2009 für die ausländischen Truppen in Afghanistan der verlustreichste Monat während des ganzen Afghanistaneinsatzes im gleichen Zeitraum, wobei die Gesamtopferzahl des Jahres 2006 (191 gefallene Soldaten) mit 192 gefallenen Soldaten übertroffen wurde.

Europäische al Qaida Mitglieder in palästinensischen Trainingscamps ausgebildet
10.07.2009 21:55:51

Nach Angaben einer ägyptischen Tageszeitung halten sich derzeit mehrere europäische al Qaida Mitglider in Ägypten auf, die in palästinensischen Traingscamps ausgebildet und von palästinensischen Terrorgruppen finanziert werden. Diese Europäer (drei Belgier, ein Franzose und ein Brite) sollen zusammen mit sieben weiteren örtlichen al Qaida Mitgliedern Anschläge auf israelische Ziele in Ägypten verüben un den israelischen Verkehr im Suez Kanal beobachten. Nach Anagben von ägyptischen Offiziellen haben bisherge Untersuchungen einen erschreckenden Anstieg von al Qaida Aktivitäten in Ägypten und dem Gaza Streifen aufgezeigt, wo die HAMAS die Kontrolle ausübt.


Quelle:  Al-Masri Al-Youm Tageszeitung

Verluste ausländischer Truppen auch im 2. Quartal 2009 in Afghanistan auf hohem Niveau
02.07.2009 13:13:12

Nach dem verlustreichen 1. Quartal 2009 hat sich die im Zahl der im Afghanistankrieg gefallenen ausländischen Soldaten (NATO und ISAF) auf hohem Niveau gehalten, wobei sich die absolute Zahl von 79 Gefallenen gegenüber 77 Gefallenen im 1. Quartal erhöht hat. In relativen Zahlen ergibt sich im Vergleich zu 2008 ein differenziertes Bild der im Kampf gefallenen Soldaten: April (2008: 14/2009: 14), Mai (2008:23/2009: 27), Juni (2008: 46/2009: 38). Auch wenn das 2. Quartal 2008 insgesamt höhere Verluste zeigt, verdeutlicht der quantitative Anstieg der Opferzahlen im Zeitraum April - Juni 2009 die sich ständig verschlechternde Sicherheitslage im Land, wo allein im Juni bis zu 400 Anschläge/Woche erfolgten. Die ISAF Kontingente der Bundeswehr sind vor dem Hintergrund der anstehenden Bundestagwahl im September 2009 primär ins Zielspektrum des Jihadismus geraten, was die Zahl der vier getöteten Bundeswehrsoldaten verdeutlicht, die bei Gefechten im 2. Quartal 2009 gefallen sind. Insgesamt haben die ausländischen Truppen im 1. Halbjahr 2009 158 gefallene Soldaten zu verzeichnen, womit die Gesamtzahl gefallener Soldaten im Jahr 2005 mit 151 gefallenen Soldaten übertroffen wurde. Insgesamt haben seit März 2002 33 deutsche Soldaten und Polizeibeamte in Afghanistan ihr Leben verloren, wobei im Zeitablauf mit deutlich höheren deutschen Opferzahlen zu rechnen ist, da sich die Bundeswehr in einem Kriegseinsatz befindet, bei dem der Gegner verstärkt deutsche Ziele ins Visier nimmt.

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