Seit zwei Wochen fühlt man sich in die Zeit der stalinistischen Hexenjagd gegen politisch Andersdenkende in den Anfangsjahren der DDR zurückversetzt, wenn man die Berichterstattung und Leserbriefe über WIR in Recklinghausen und die überparteiliche Bürgerbewegung Pax Europa verfolgt. Diese distanziert sich nach Auskunft der Homepage explizit von Links- und Rechtsextremismus, wobei man die Seite nicht mit „Akte Islam“ von Herrn Dr. Ulfkotte verwechseln sollte, von dem Pax Europa sich getrennt hat.
Für Wahlkampfzwecke wird ein missverstandenes Zitat des Bundesvorsitzenden von Pax Europa (der eben von einer „schwierigen Gratwanderung“ sprach, was jetzt vorsätzlich unterschlagen wird) dazu genutzt, um mit inhaltsleeren moralinsauren Leerformeln aus der Mottenkiste des zur Farce mutierten „Aufstand der Anständigen“ gezielt den politischen Gegner zu stigmatisieren und von eigenem Versagen abzulenken. Dabei war der vom damaligen Bundeskanzler Schröder ausgerufene Aufstand intendiert durch den Brandanschlag auf die Düsseldorfer Synagoge im Oktober 2000, der durch zwei arabischstämmige Marrokaner mit deutschem Pass verübt wurde, von denen einer wenige Tage später an einem weiteren Anschlag auf die Synagoge in Essen beteiligt war. Auch die sich jetzt äußernden politischen und kirchlichen Verantwortungsträger haben in Recklinghausen während der Ereignisse um die Hassdemonstration und die Sympathiebekundungen des einschlägig bekannten Jamal Karsli für die HAMAS Anfang des Jahres gezeigt, auf welchem Auge sie blind sind. Auf dem des sich ausbreitenden islamischen Judenhasses, der Schnittmengen mit dem rassistisch motivierten Antisemitismus und dem linken politisch motivierten Antizionismus aufweist, da alle drei Ausformungen in Weiterführung der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik die Existenz „des Juden“ und Israel von der Erde tilgen wollen. Der Hypersensibilisierung der einen Seite läuft konform mit der Desensibilisierung der anderen Seite, bis eines Tages in Deutschland wieder Synagogen brennen und Pogrome gegen Juden stattfinden werden, wobei Muslime die Täter sein werden. Und die jetzt am lautesten "Rassismus" und "Islamophobie" grölen, werde die ersten sein, die wegsehen.
Angefangen von den üblichen Verdächtigen, Vertreter der Partei des internationalen Sozialismus, die wegen ihres verfassungsfeindlichen Flügels von den Sicherheitsbehörden des Bundes und einiger Länder beobachtet werden, über den einschlägig bekannten und vom bisherigen „Dialog“ geschädigten Theologen bis hin zu FDP und SPD reicht die Brandbreite der sich empörenden Gutmenschen, die lieber vor ihrer eigenen Tür kehren sollten. Nicht zu vergessen der selbsternannte Gralshüter der Integration und ungefragte pater familias aller Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Recklinghausen, die anscheinend unmündige Kinder darstellen. Warum sonst muss man sie mit Liebesentzug in Form scharfer Zurechtweisungen tadeln, wenn sie in Leserbriefen nicht seiner Meinung sind?
Da die Schweigespirale aufgrund der täglich sichtbarer werdenden Konfliktpotentiale nicht mehr greift, muss der Pawlowsche Hund wieder mit dem Schwanz wedeln, dessen Speichelfluss bei dem Wort „Islamisierung“ aktiviert wird.
Gerade die SPD im Kreis Recklinghausen, dessen Stadtverbandsvorsitzender jetzt vor dem „Rechtspopulismus“ schwadroniert, hat sich schon längst vom Wahlvolk entfernt und katzbuckelt um die Stimmen des internationalen Sozialismus und türkischstämmiger Wähler islamischer Dachverbände für die kommenden Wahlen, wobei sie sich lieber erst einmal um den jetzigen Landrat kümmern sollte, dessen Eigenwohl und Rentenwohl im Vordergrund seiner Tätigkeit stand.
Wer die ideologischen Nachfolger des DDR Unrechtsstaates zum Machterhalt hoffähig macht, hat nicht nur den antitotalitären Grundkonsens aufgekündigt, auf dem die damalige Bundesrepublik 1949 gegründet wurde, sondern er verhöhnt auch die in der Weimarer Republik im Kampf gegen Sowjetstern und Hakenkreuz ermordeten Sozialdemokraten des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold und die nach 1945 im umfunktionierten KZ Sachenhausen im Speziallager 7 (ab 1948 - 1950 Speziallager 1) umgekommenen Sozialdemokraten in der damaligen sowjetischen Besatzungszone. Hier auf den ebenso kritikwürdigen Umgang anderer Parteien nach der Wende bezüglich ihrer „Schwestern“ in der DDR abzustellen, ist ein ziemlich plumpes Manöver des Fraktionschefs einer Partei, die ihre Grundsätze schon lange verraten hat und für Sozialdemokraten alten Schlages eine Beleidigung darstellt. Denn echte Sozialdemokraten wie Friedrich Ebert, Gustav Noske, Kurt Schumacher und Carlo Schmid würden heute gar nicht mehr wegen „Rechtspopulismus“ in die SPD aufgenommen werden. So schon Schumacher, für den die Kommunisten nichts anderes als „rotlackierte Faschisten“ waren.
Ebenso muss die FDP sich wieder zu Wort melden, deren Zustimmung zum EU Beitritt der Türkei eine vollkommene Unkenntnis der politischen Lage verdeutlicht, da der amtierende türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu das Konzept der „strategischen Tiefe“ verfolgt. Sie besagt, dass die Türkei kein Peripheriestaat Europas, des Nahen Ostens oder Zentralasiens sei, sondern ein "Schlüsselstaat" (pivotal state), der durch die Verfolgung nationaler Interessen und durch die Nutzung mehrdimensionaler Außenbeziehungen sowie der geografischen Lage zu einer einflussreichen Regional- und Ordnungsmacht werden könne. Damit verfolgt die Türkei unter der Regierung von Erdoğan primär das Ziel zu einer regionalen islamischen Großmacht, in Analogie zum Osmanischen Imperium, zu werden und nicht die Mittlerrolle zwischen Okzident und Orient einzunehmen, von der noch viele Politiker in Deutschland träumen. Gleichzeitig sollen die im Ausland lebenden Türken von der Integration abgehalten werden und somit Türken mit monogamer Staatsloyalität und extremen Nationalismus bleiben, was auch durch die hier tätigen türkisch-islamischen Dachverbände und Gruppen wie den „Grauen Wölfen“ forciert wird, da Religion und Nationalismus nicht getrennt betrachtet werden können, wobei die von Atatürk geschaffene soziale Kategorie des bis dahin nicht existenten „Türkentums“ das Land (noch) zusammenhält. Damit sehen sich auch Gruppen wie die schwer einzuordnenden Aleviten und Kurden, die in der Türkei einer rigiden kulturellen Homogenisierungspolitik und Verfolgung, wie bei dem antialevitischen Progrom von Sivas 1993, ausgeliefert sind, in Deutschland immer mehr der Drangsalierung tief religiöser und nationalistischer Türken ausgesetzt. Ebenso wie säkulare und weniger religiöse Muslime, die in den Stadtteilen unter den Druck religiöser bis „islamistischer“ Muslime geraten. Diese haben keine Lobby, da schon die Integrations- und Ausländerbeiräte im Kreis Recklinghausen primär mit Vertretern der Dachverbände besetzt sind, die bislang noch keinen konkreten Beitrag zur Integration geleistet haben. Was aber etwa den einschlägig bekannten SPD Bürgermeister von Herten nicht stört, der die Zusammenlegung der Kommunalwahl mit der Wahl zu den Integrationsbeiräten zur Stimmenmaximierung fordert.
Gleichzeitig sind in der islamischen Welt die Christen zur größten verfolgten Glaubensgemeinschaft geworden, die um ihre physische Existenz bangen müssen.
Während sich die Kirchenvertreter im „Dialog“ von den islamischen Dachverbänden weiterhin am Nasenring durch die Arena ziehen lassen, haben diese ihre Deutungshoheit über die so nicht existierenden „die Muslime“ schon längst verloren, da es „den Islam“ nicht gibt (was schon das bekannte Prophetenwort von der Aufspaltung des Islam in 73 Sekten verdeutlicht, welches den theologischen „Islamexperten“ der Kirchen bekannt sein sollte). Nur ca. 15-20% aller hier lebenden Muslime werden von ihnen vertreten. Die Mehrzahl der Muslime dagegen nicht. Diese lehnen die Religionsauslegung der Dachverbände und extreme Formen wie die des salafitischen Islam ab. Mit denjenigen, die sich integrieren wollen, muss man hierbei sprechen. Und nicht mit den Dachverbänden, die in der Islamkonfernez ihre Reformunfähig und Reformunwilligkeit gezeigt haben.
Der assyrische Priester Emanuel Youkhana beklagt unter dem Eindruck der größten Christenverfolgung in der Historie des Irak schon lange die fehlende Solidarität der Christen in Europa und warnt vor dem Irrglauben, hier könne es nicht zu Christenverfolgungen kommen, wenn das Christentum im Orient zerstört wurde, da der militante Islam hier nicht haltmachen wird. Seine Warnung „Erst wir, dann ihr“ sollte ernst genommen werden. Bislang hat man keine Solidaritätserklärungen zur globalen Christenverfolgung von den friedensbewegten Vertretern der beiden Konfessionen im Kreis Recklinghausen gehört, sondern ein bezeichnendes Schweigen. Was angesichts der weit verbreiteten Israelfeindlichkeit in diesen Kreisen nicht verwundert, die sich in Leserbriefen zur Gaza Offensive der israelischen Armee Anfang des Jahres offenbart hat.
Insgesamt ein Lehrbeispiel für die primitiver werdenden „Wahlkämpfe“ einer Klasse von „Politikern“, denen jedes Mittel zum Machterhalt willkommen ist, um sich nicht den Argumenten stellen zu müssen, die von WIR und BPE vorgebracht werden. Ob man diesen nun folgen will oder nicht, kann man nur für sich persönlich entscheiden, wenn man sich mit ihnen zuvor auseinandergesetzt hat. Das ist von den Parteien und Kirchevertretern in Recklinghausen und anderswo gar nicht gewollt, weil man sich ansonsten das eigene Versagen und die eigene Scheinheiligkeit eingestehen müsste. Denn Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind nur interessant, wenn sie zur Wahlstimmenmaximierung nützlich sind. Ansonsten sollen sie sich von den Wohnvierteln und Privatschulen des deutschen multikulturalistischen Gutmenschen fernhalten, der in seiner eigenen kleinen Scheinwelt lebt. Der typische deutsche Michel im Schaukelstuhl, der sich seine Zipfelmütze bis zu den Knien heruntergezogen hat.
Aber wo der Kopf größer als der Hut ist, kommt es auf solche Kleinigkeiten auch nicht mehr an.
Bei gleich bleibender Entwicklung wird die Generation der jetzigen Kinder und Enkel unsere an geistiger Fellachisierung erkrankte Generation verfluchen, die aus einer Mischung von Opportunismus und Feigheit, Dummheit und Mitläufertum der Herde unseren Nachkommen Schulden, Chaos und Bürgerkrieg hinterlässt.