Dr. Thomas Tartsch
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al Qaidas neue Waffe in den Vereingten Arabischen Emiraten: Der HIV Virus
30.03.2009 09:19:52

Hier ein Ausschnitt aus einer aktuellen Lagebeschreibung über die Aktivitäten der al Qaida in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), die zeigt, mit welchen Mitteln das globale Terrornetzwerk in ihrem Jihad gegen den Westen arbeitet:


"[...] Since past five years, Al Qaida has started running various under-cover business establishments such as restaurants, grocery stores, pubs, cocktail lounge, nightclubs and departments stores. In most of such establishments, especially Asian females are employed and given secret training on various offensive tactics. Some of these girls are heavily compensated for agreeing to get infected with HIV virus. Later they are posted in various nightclubs only to attract western tourists and spend night with them. This is termed as ´Noble Cause´ or ´Secret Holy War´ of Al Qaida aimed at spreading HIV virus to the western society at a larger frequency. Some females from Tunisia, Morocco, Egypt, Turkey, Yemen, Iraq and other Arab nations also join such ´noble cause´ by accepting HIV virus thus turning into living bomb for the westerners."

Kommentar: Der geplante Moscheebau in Oberstenfeld (Landkreis Ludwigsburg)
23.03.2009 17:56:02

In der 8000 Seelen-Gemeinde Oberstenfeld im Landkreis Ludwigsburg (ca. 40 km nördlich von Stuttgart) plant die DITIB den Bau einer klassischen Großmoschee mit Kuppel und Minarett. Obwohl der Bebauungsplan die Ausmaße eines solchen Gebäudes nicht hergibt, möchte man im Gemeinderat und Verwaltung der DITIB eine Ausnahmegenehmigung erteilen; im Baurecht heißt der Terminus „Einvernehmen“. Während sich Teile der CDU, besorgte Bürger und selbst die evangelische Kirchengemeinde gegen den geplanten Bau wehren, unterstützt CDU-Bürgermeister Reinhard Rosner dieses Großprojekt, wenngleich er mit Widerstand aus der Bevölkerung rechnet.


Dabei ist dieses Bauvorhaben aus vielfältigen Gründen abzulehnen.


Dieses liegt nicht nur am Bauherren, der Diyanet Türk Islam Birligi (DITIB), die den größten und jüngsten (rechnet man den “Islamrat” als Vorfeldorganisation der Millî Görüs zu deren Entstehungsgeschichte, die bis Ende der 1960er Jahre reicht) sunnitisch-türkischen Dachverband darstellt. Die am 05.07.1984 offiziell gegründete und dezentralistisch organisierte Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) mit Zentrale in Köln ist der deutsche Ableger des Diyanet Isleri Baskanligi (Amtes für religiöse Angelegenheiten), welches am 3. März 1924 entsprechend Gesetz Nr. 429 des türkischen Gesetzbuches gegründet wurde. Es ist heute direkt dem Amt des Ministerpräsidenten angegliedert. Diyanet wurde gegründet, um die Religion unter die Kontrolle des türkischen Staates zu stellen (die Türkei ist kein laizistischer Staat mit getrennten Sphären), da der islamfeindliche Kemalismus zwar die politische Macht, aber nicht die Zustimmung großer Bevölkerungsteile errungen hatte, die insbesondere in den ländlichen Gebieten einem mit Aberglauben durchsetzten Volkislam anhingen. Atatürk versuchte daher, neben der Kontrolle der Religion, durch die Schaffung einer neuen sozialen Identität als Fundament des jungen Nationalstaates Türkei das bisher nicht existente “Türkentum” zu installieren, welches neben dem heute noch zelebrierten Kult um seine Person die Türkei zusammenhält. Damit mischten sich aber nach dem frühen Tod Atatürks, dessen Reformen nach heutiger Sicht zu schnell erfolgten, die wieder erstarkte Religion mit einem als extrem zu bezeichnenden Nationalismus, der auch in der Regel in den Moscheegemeinden der DITIB gepflegt wird.


Eines der Hauptziele der europäischen Ableger der Diyanet besteht in der Erhaltung und Festigung der monogamen Staatsloyalität zur Türkei, womit die im Ausland lebenden Türken treue Staatsbürger bleiben sollen, wodurch Integration faktisch ausgeschlossen wird. Da Diyanet der Kontrolle des jeweiligen Ministerpräsidenten unterliegt, wird auch DITIB davon beeinflusst, da der seit 11.03.2003 amtierende Recep Tayyip Erdogan und seine islamische Adalet ve Kalkinma Partisi (AK Parti) eine schleichende Islamisierung des Landes vorantreiben. Erdogan selbst war 1969 der Millî Görüs Bewegung beigetreten und wurde ein politischer Ziehsohn des früheren türkischen Ministerpräsidenten Necmettin Erbakan, dem heute noch unangefochtenen Führer der Millî Görüs. Die am 14.08.2001 gegründete AK Parti entstammt einer Spaltung der Bewegung, die aber entgegen der als im Westen wahrgenommen “gemäßigt islamistischen Reformpartei” weiterhin islamische Ziele vorantreibt.


Somit werden die rund 875 Moscheegemeinden der DITIB primär von der politischen Situation in der Türkei beeinflusst, da der in die Moscheegemeinde entsandte Hodscha (der türkischer Staatsbeamter ist) von der Diyanet bestimmt wird, die ebenso die am Freitag gehaltene Predigt in der Moschee an die Hodschas versendet. Ich selbst habe während meiner bisherigen Arbeit noch keine DITIB Moscheegemeinde erlebt, die aktive an einer Integration ihrer Mitglieder interessiert war.


Denn aufgrund der relativ kurzen Wirkungsphase von fünf Jahren und oft marginalen Sprachkenntnissen können diese Hodschas selbst bei gutem Willen oft nicht zur Integration beitragen. Hinzu kommt die Funktion der Moschee, die nicht nur ein Ort der kultischen Ritenausübung darstellt, sondern ein sozialer Kommunikations- und politischer, rechtlicher und lebenspraktischer Wertevermittlungsort ist, wo sich rund um die Moschee in der Regel eine spezifisch ethnisch-religiöse Infrastruktur ansiedelt, die die Entstehung paralleler Strukturen fördert, da der Bau einer Moschee in der Regel die Keimzelle einer neuen Umma (islamische Gemeinschaft) darstellt.


Diese ethnisch-religiöse Segregation stellt eine Weiterentwicklung der heute in fast jeder deutschen Stadt zu beobachtenden sektoralen residentiellen Segregation dar, die die Schaffung „demokratiefreier Räume“ fördert. Einheimische und Zugewanderte, die es sich leisten können, ziehen weg. Zurück bleiben diejenigen, die nicht können und neue Einwanderer, die vermehrt eine Revitalisierung nach hier mitgebrachter archaischer und religiöser Werte- und Normenstrukturen vollziehen. Aus der sektoralen residentiellen wird eine mehrkernige ethnisch-religiöse Segregation, die sich in Analogie zum nach Religions- und Volksgruppenzugehörigkeit getrennten Viertel der klassischen orientalischen Stadt entwickelt. Die religiöse Segregation stellt hierbei eine monokulturelle Ausprägung dar, da andere islamische Religionsgruppen (wie im türkischen Beispiel die schwer einzuordnenden Aleviten und die Kurden) nicht anerkannt und bekämpft werden. In der Türkei unterliegen diese Gruppen einer repressiven kulturellen Homogenisierungspolitik, während die Christen in der Türkei aufgrund einer manisch zu nennenden „Angst vor einer Christianisierung“ des Landes gezielt verfolgt werden.


Die sich durch den Bau einer Moschee beschleunigende Abschottung in Form einer neuen sunnitisch-türkisch geprägten Umma vollzieht sich dabei nicht nur innerhalb paralleler Strukturen, da Antagonismen zwischen einzelnen Familien und ethnischen Gruppen wie Türken und Arabern zu weiterer innerer Abschottung führt, sondern auch nach außen gegenüber Nichtmuslimen. Der islamische Grundsatz „al-walä’ wa-l-barä’a“ erlangt wieder Bedeutung. Man soll sich von Nichtmuslimen fernhalten, die Nähe von Muslimen suchen und diese im Notfall gegen Nichtmuslime unterstützen.


Die Abschottung vollzieht sich im Kern der jeweiligen Parallelgemeinschaft primär in der patriarchalisch determinierten Familie und drückt sich nicht nur in der Unterdrückung von Mädchen und Frauen, sondern vermehrt in Männlichkeitsnormen aus, die (auch rassistisch motivierte) Gewalt legitimieren


Der Moscheebau dient aus diesen Gründen unzweifelhaft nicht der immer genannten „Integration“, sondern man fördert vielmehr mit der Unterstützung solcher Projekte die sich vertiefende Segregation, wo “Importbräute” ohne Sprachkenntnisse in die bestehenden patriarchalisch bestimmten Strukturen bruchlos eingefügt werden, sich Fälle von Zwangsheiraten und “Ehrenmorden” häufen und vermehrt ein aggressiver Antijudaismus auftritt. Zudem entwickelt sich in diesen parallelen Strukturen eine hinsichtlich Sprach- und Bildungskompetenz persistente „neue Gastarbeitergeneration“, die ein Leben lang auf staatliche Transferleistungen angewiesen sein wird.


Aus all diesen Gründen ist die Zustimmung zum Bau der geplanten DITIB Moschee abzulehnen. Nicht nur in Oberstenfeld, sondern auch in anderen Städten, wo geplante Großmoscheen errichtet werden sollen.






 






 

Kommentar: Der Amoklauf von Winnenden
11.03.2009 21:15:56

Nach dem Amoklauf von Winnenden beginnt wieder die Zeit der Delegierung der Ursachenerforschung über die Hintergründe des Amoklaufes. Aber nicht die immer angeführten üblichen Verdächtigen von Killerspielen bis zur Faszination für die Handfeuerwaffe tragen hier, wenn überhaupt, die alleinige Verantwortung. Auch wenn man fragen muss, warum der Vater des Amokläufers die Pistole samt des Munitionsvorrates unverschlossen gelagert hat.


Aber zielgerichtete Gewalt stellt immer den Endpunkt einer krisenhaften Entwicklung dar, an dem die individuellen Bewältigungsmechanismen versagt haben. Wie der Psychatrieprofessor Lothar Adler es explizit ausgeführt hat, denkt ein Drittel aller Menschen mindestens einmal im Leben über den totalen Terror nach. Doch nur bei den Allerwenigsten kommt es zum Amoklauf. Die Tat selbst bleibt unfassbar.


Also liegen die Ursachen vielmehr in der Gesellschaft selbst begründet, die sich durch ein immer stärker werdendes Auseinderbrechen und der Erosion der sozialen Bindungen auszeichnet. 


Wie ich es in meinem im Januar 2009 erschienenden Essay "Thomas Hobbes und der Krieg in den Städten" vorhergesagt habe,  stellt der Amokläufer nur den Vorboten dieser Prozesse, die sich ebenso in anderen Formen exzessiver alltäglicher Gewalt in den Familien und auf den Straßen ausdrücken. Nach der realistischen Anthropologie von Thomas Hobbes ist der Mensch eine zweibeinige Bestie, die nur durch die Furcht vor dem bellum omnium contra omnes (Krieg Jeder gegen Jeden) in Zaum gehalten werden kann, wodurch der Staat erst entsteht, in dessen vom Souverän als Hüter und Gewährer von Sicherheit und einem ziviliserten Leben geschaffenen Freiräumen sich das Individuum entwicklen kann, da es keine unbeschränkte Freiheit des Inidivduums gibt.


Und nichts anderes ist der Prozess der Sozialisation, der den in jedem Menschen schlummernden "Instikmodus der Jagd" bändigt und durch Erziehung und die Furcht vor repressiven Sanktionsmechanismen in die Schranken weist, damit die Gesellschaft nicht auseiander- und in den anarchischen Naturzustand zurückfällt, wo "der Mensch dem anderen ein Wolf" ist (homo homini lupus).


Dort, wo die primäre (Familie) und sekundäre Sozialisation (Umwelt und Institutionen wie Schulen) nicht mehr greifen, um Geborgenheit und Frustrationsbewältigung als Schutzmechanismen zu vermitteln, sucht sich  der Amokläufer eine andere Form der Anerkennung und Bestätigung des eigenen Ich, die seine eigene als minderwertig empfundene Identität in nietzianischen Höhen kompensiert. Pekka-Erik Auvinnen, der erste finnische Amokläufer, der am 07.11.2007 ein Massaker an seiner Schule anrichtete, beschreibt das anschaulich in seinem hinterlassenen "Manifest": [...] Ihr werdet sagen, ich sei "verrückt", "krank", "psychopathisch", "kriminell" oder ähnlichen Mist. Nein, die Wahrheit ist, dass ich ein Tier, ein Individuum, ein Dissident bin."


Amokläufer fallen nicht vom Himmel, sondern erfahren ihre Geburt vermehrt in der kleinbürgerlichen Lebenswelt hinter den Gartenzäunen und Schulmauern der Gartenzwerg-Idylle, wo Augen und Ohren vor den Anzeichen der psychischen Verwandlung verschlossen werden.


Aber nur, wenn man den Täter versteht, kann man weitere Amokläufe verhindern.


Es reicht somit nicht, in blinden Aktionismus zu verfallen. Sondern nur eine ehrliche Ursachenanalyse wird helfen, die die Verantwortung von Familie, sozialer Umwelt und Mitschülern thematisiert.


Sollte aber die Gesellschaft weiter auseinanderdriften, wird das eintreten, was der Poet William Butler Yeats in seinem Gedicht "Der jüngste Tag" vorhersagt: "Die Dinge fallen auseinander. Die Mitte hält nicht mehr. Bloße Anarchie bricht aus über die Welt, und überall wird er heilige Vorgang der Unschuld ertränkt in blutgeblendeten Strömungen".

Wissen kompakt: Die Jihadisierung eines Muslim/Konvertiten des homegrown terrorism
04.03.2009 15:27:43

Die Jihadisierung eines Muslim oder Konvertiten der dritten Generation des "homegrown terrorism" stellt keinen einstufigen Prozess dar.


Wie an anderer Stelle ausgeführt, jihadisieren sich aktuell primär junge „Newborn Muslime“ und Konvertiten vermehrt in einem ersten Schritt durch einen die Gewalt ästhetisierenden und die Psyche brutalisierenden „MTV-Islam“, der mittels Videoclipartig geschnittener visueller Bilddokumente die Taten der Jihadisten an verschiedenen Brennpunkten der Welt heroisiert. Damit wird ein transnationales kollektives Bewusstsein als „Muslim sein“ konstruiert, welches jede aktuelle politische Entwicklung, in die islamische Länder involviert sind, als Angriff auf „den Islam“ wahrnimmt. Auch wenn die Lebenswelt des Aspiranten in der westlichen Welt verortet ist und in der Regel keine familiären oder verwandtschaftlichen Beziehungen zum Ort des Geschehens existieren.


Mit dieser kognitiven emotionalen Brutalisierung und Solidarisierung wird die Bereitschaft gefördert, als Mudschaheddin in den Jihad zu ziehen.


Den zweiten Schritt zur Jihadisierung stellen „Talentspotter“ in und im Umfeld von Moscheen und islamischen Kulturzentren dar, die gezielt jüngere Muslime und Konvertiten ansprechen, um sie für jihadistische Netzwerke zu rekrutieren.


Mittels direkten „Face to Face“ Kontakten spiegeln sie nicht nur ein Interesse für die oftmals schwierigen Lebensumstände der Probanden vor, um eine Basis der Vertrautheit und Abhängigkeit zu schaffen, sondern sie indoktrinieren den Einzelnen, der somit Schritt für Schritt fest in eine Gruppe Gleichgesinnter eingebunden wird, u.a. mittels im Internet kursierender Jihadliteratur in deutscher Übersetzung, um diesen auf den „al-Jihad fî sabîl Allah“ zu führen. Die äußerste Anstrengung auf dem Weg Allahs, wo der shahîd (Märtyrer) mit seinem blutgetränkten Hemd direkt Eintritt ins Paradies erhält, da er als einer der shuada al-ma’raka (Märtyrer in dieser und der nächsten Welt) eine bevorzugte Stellung vor allen anderen Mudschaheddin besitzt, die nicht im bewaffneten Kampf sterben.


Der dritte Schritt erfolgt durch die militärische Ausbildung in Trainingslagern, die entweder über den Umweg einschlägig bekannter Sprachschulen in Ägypten, oder direkt durch Einreise erreicht werden. Hier erhält der Mudschaheddin eine „Grundausbildung“ an Handwaffen und eine Einweisung in die Herstellung und den Gebrauch von Sprengmitteln und Explosivkörpern. Diese relativ billige und oberflächliche Ausbildung reicht für den geplanten Einsatz des im urbanen Gelände vollkommen aus, da ein Angriff auf soft targets mit hohem body count innerhalb hochempfindlicher Infrastrukturen mit dicht gedrängten Menschenmassen keine kostenintensiven militärischen Mittel voraussetzt, um zum Erfolg zu führen.


In einem vierten Schritt bildet sich in der Heimatregion eine Jihadi-Zelle, die nach neuester Ausbildungsanweisung von al Qaida aus folgenden Mitgliedern bestehen soll:


 



  • Anführer

  • Chemieexperte

  • Sprengstoffexperte (den auch der Chemieexperte stellen kann)

  • Elektronik- und Computerexperte

  • Scharfschütze

  • Ein Mudschaheddin, der sich im Operationsgebiet auskennt


 


Diese „Schläferzelle“ bleibt solange inaktiv, bis die „urbanen Jihadisten“ ihren Auftrag ausführen sollen.


 




Januar und Februar 2009 bisher die verlustreichsten Monate des Afghanistan Einsatzes für die NATO Truppen
03.03.2009 13:48:50

Die NATO Truppen in Afghanistan haben im Januar und Februar 2009 ihre bisher schwersten Verluste im Vergleich zu den gleichen Monaten der übrigen Jahren erlitten. Insgesamt fielen bis jetzt 48 Soldaten (30 US/18 andere).


Quelle: http://icasualties.org/oef/

 
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