Dr. Thomas Tartsch
Kommentar: Russisch-orthodoxer Priester flieht vor Gewalt aus Bochum
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Die in der Anwendung von körperlicher Gewalt endende jahrelange Terrorisierung eines russisch-orthodoxen Priesters, der jetzt mit seiner Familie aus Bochum flieht, erscheint zunächst als „Einzelfall“.


Aber die Vorgänge ereigneten sich in Bochum-Querenburg, einem Stadtteil, der in „islamistischer“ Hinsicht den Sicherheitsbehörden bekannt ist. Aber nicht nur dort, sondern auch an der angrenzenden Ruhr-Universität existieren „islamistische“ Umtriebe.
So hat noch nach dem 11.09.2001 ein türkischstämmiger Student, der Mitglied der Millî Görüş war, Werbung für das inzwischen eingestellte Magazin „Explizit“ der in Deutschland seit 2003 verbotenen „izb at-Tarīr“ (Partei der Befreiung) im muslimischen Gebetsraum an der Ruhr-Universität getätigt, wobei er unter anderem zu den Organisatoren des Freitagsgebetes an der Universität gehörte.
Zudem bestanden persönliche Kontakte zu dem in Wien lebenden Shaker Assem. Assem ist ein aktuell in Österreich tätigen Funktionär und „Mediensprecher“ der HaT, der im März 2008 während einer Veranstaltung in Wien unter anderem die Wiederherstellung des 1924 von Atatürk abgeschafften Kalifates propagierte. Auch der „Islamische Studierenden Verein an der RUB“ (ISV) ist u.a. mit der „Internationalen Muslimische Studenten Union e.V. – Aachen“ (IMSU) im  "Rat Muslimischer Studierender & Akademiker" (RAMSA) vertreten ,die im „Islamischen Zentrum Aachen“/Bilal Moschee“ (IZA) ansässig ist. Das IZA gilt als syrischer Ableger der Muslimbruderschaft. Sie ist ebenso wie die zum ägyptischen Zweig der Muslimbruderschaft zugerechnete „Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V.“ (IGD) mit Hauptsitz im „Islamischen Zentrum München“ (IZM) Mitglieder im „Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.“ (ZMD). Ebenso betete Ziad Jarrah, einer der Todespiloten des 11.09.2001 in einer dem Sicherheitsbehörden bekannten Bochumer Moscheegemeinde, während er seine Freundin besuchte, die an der Ruhr-Universität Medizin studierte.
In diesem Umfeld erhalten die Vorgänge eine vollkommen andere Bedeutung, da in Deutschland ein christlicher Priester nach derzeitigem Ermittlungsstand möglicherweise von muslimischen Jugendlichen terrorisiert und körperlich angegriffen wurde. Das fügt sich in globaler Sicht in die ständig steigende Verfolgung von Christen in muslimischen Ländern ein. Denn schon heute stellen Christen die am meisten verfolgte Glaubensrichtung dar. So auf dem Malediven, ein islamischer Staat, wo nur Muslime maledivische Staatsbürger werden können und nach Ländern wie Saudi-Arabien und dem Iran erbittert Christen verfolgt werden. Oder die antichristliche Stimmung in der Türkei, wo nach einer vor kurzer Zeit erschienen Umfrage jeder dritte türkische Befragte keinen Christen als Nachbarn haben will (und fast jeder zweite Befragte keinen Juden). Oder im Irak, wo eine Stadt wie Basra heute schon als „christenrein“ gilt. Nur in den kurdischen Gebieten des Irak können Christen noch in Sicherheit leben.
Der assyrische Priester Emanuel Youkhana beklagt unter dem Eindruck der größten Christenverfolgung in der Historie des Irak schon lange die fehlende Solidarität der Christen in Europa und warnt vor dem Irrglauben, hier könne es nicht zu Christenverfolgungen kommen, wenn das Christentum im Orient zerstört wurde, da der militante Islam hier nicht haltmachen wird. Seine Warnung „Erst wir, dann ihr“ sollte ernst genommen werden.
Wo bleibt jetzt der Aufschrei der multikulturalistischen Apartheitsfanatiker und „Berufsempörer“ (Peter Sloterdijk), die sonst wie pawlowsche Hunde immer „Islamophobie“ und „Rassismus“ bellen, wen etwas nicht ins beschränkte Weltbild passt? Oder die Solidaritätsbekundungen der vom „Dialüg“ berauschten Kirchenvertreter, die sich zu Steigbügelhalter des „Islamismus“ degradiert haben? Da bleibt es verdächtig ruhig. Dann lieber wieder einmal, wie in Bochum vor ein paar Jahren geschehen, den Geburtstag des Propheten in evangelischen Kirchen feiern. Oder die Raketenangriffe der HAMAS auf Israel als „Aufschrei eines seit Jahrzehnten unterdrückten Volkes“ rechtfertigen. So Anfang 2009 ein schon aus dem „Dialüg“ einschlägig bekannter Pfarrer aus dem Kreis Recklinghausen in einem Leserbrief vor dem Hintergrund der israelischen Militäroffensive „Miwtza Oferet Jetzuk“ (gegossenes Blei) gegen HAMAS.
So oder so wäre es interessant, mehr über die Hintergründe und Motivationen der Täter zu erfahren, da weitere Fälle von Gewalt gegen christliche Würdenträger in Deutschland zu befürchten sind. Nicht zu vergessen der ständig steigende eliminatorische Judenhass in der muslimischen Gemeinschaft in Deutschland, der insbesondere mit "religiösem Fundamentalismus" zuammenhängt.













 


























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