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Mit 77 gefallenen Soldaten im August 2009 (August 2008: 46 gefallene Soldaten) müssen die in Afghanistan eingesetzten westlichen Truppen ihren bisher verlustreichsten Monat des bisherigen Agfghanistaneinsatzes verzeichnen. Gleichzeitig ist mit 307 gefallenen Soldaten im Jahr 2009 der Bodycount gefallener Soldaten aus dem bisherigen verlustreichsten Jahr 2008 (294 gefallene Soldaten) übertroffen worden, womit die Entwicklung der letzten Jahre bestätigt wurde (2001: 12 gef. Soldaten, 2002: 69 gef. Soldaten, 2003: 57 gef. Soldaten, 2004: 59 gef. Soldaten, 2005: 131 gef. Soldaten, 2006: 191 gef. Soldaten, 2007: 232 gef. Soldaten). Auch wenn die eingesetzten deutschen ISAF Kontingente im bisherigen Einsatz einen niedrigen Bodycount von 33 gef. Soldaten zu verzeichnen haben, bleibt die konkrete Anschlagsgefahr weiterhin bestehen. Auch wenn das von den afghanischen Jihadisten propagierte Ziel eines großen Anschlages vor den Bundestagswahlen, um den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan durch Druck der öffentlichen Meinung auf die politisch Verantwortlichen zu beschleunigen, aufgrund fehlender Man- und Firepower eher zweitrangig anzusehen ist, wobei man dieses letzten Endes nicht ausschließen kann. Denn auch ein Anschlag mit niedrigem Bodycount auf deutsche Ziele in Afghanistan kann bei der herrschenden Realitätsverweigerung in Teilen der Politik, die den Krieg nicht als Krieg bezeichnen, das bisherige Desinteresse und die wachsende Ablehnung der Bevölkerung durch unterlassene Aufklärung über Sinn und Ziel des Einsatzes in eine Wahlentscheidung für die Gegner des Afghanistaneinsatzes bei der Bundestagswahl umschlagen lassen. Madrid 2004 hat das anschaulich verdeutlicht. |
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